Mont Saint-Michel

 

Diese Seite wurde von mir erstellt mit den Bildern

der Gastautorin Trudi Diehl ( Tru Die ) und 

dem Gastautor Ralf Hartmann aus Jahna


Teil 1 mit den Bildern der Gastaurorin Trudi Diehl alle Bilder vor der Renaturierung (vor 2014)

Bild: Mont-Saint-Michel


Offizielle Website der Gemeinde mit allgemeinen Infos auch zum parken:

http://www.bienvenueaumontsaintmichel.com/


Auf dem Mont-Saint-Michel gibt es vier private Museen, die man allerdings nicht unbedingt gesehen haben muß. Sie stellen größtenteils Wachsfigurenaus.


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Broschüre der Gemeinde zur Anreise in Deutsch
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Beschreibung Mont-Saint-Michel und der Sehenswürdigkeiten

Wer die Normandie besucht wird an dem UNESCO-Welterbe sicher nicht vorbei kommen. Die kleine Insel mit auf einem Berg thronenden Abtei beeindruckt jeden Besucher. Mont-Saint-Michel der gleichnamige Ort hat ca. 45 Einwohner und eine mehr als beeindruckende Geschichte. Jeder aber der sich dem Eiland nähert ist schon aus der Entfernung mit der legendären Silhouette begeistert. 

Etwas Geschichte:

Nach christlicher Überlieferung beauftragte der Erzengel Michael im Jahr 708 den heiligen Aubert, Bischof von Avranches, auf dem aus dem Meer ragenden Granitkegel eine Kapelle zu errichten. Schon 1017 wurde dann mit dem Bau eines Benediktinerkloster begonnen, und zu dessen Füßen sich ein Dorf entwickelte. Ständig wurde an- und umgebaut, bis der gesamte Berg ein erhabenes Heiligtum wurde. Zu Recht gilt der Mont-Saint-Michel aufgrund seiner Bauweise in die Höhe und auf beengtem Raum als "Wunder des Abendlandes". Deshalb trägt das dreigeschossige Abteigebäude auch die Bezeichnung "La Merveille" (Das Wunder). Schon im Mittelalter war die Insel Ziel vieler Pilger die in Scharen auf die Insel kamen. Während des hundertjährigen Krieges wurde das Kloster dann entsprechend festungsartig ausgebaut. Nie gelang es den Engländern, trotz langjähriger Belagerung zu erobern. Nach der Französischen Revolution wurde der Mont-Saint-Michel als Gefängnis genutzt für die sogenannten Regimegegner. 1863 wurde das Gefängnis wieder auf Initiative des Schriftstellers Victor Hugo geschlossen und es dauert nochmals 100 Jahre bis sich auf dem Klosterberg wieder Mönche niederließen. Seit dem Jahr 1969 wird ein Teil der Klostergebäude von der Fraternité Monastique de Jérusalem bewohnt und es finden regelmäßige Gottesdienste statt. 

Zu erwähnen ist noch, dass es Kaiser Napoleon III. war, der das Dorf restaurieren ließ und es sich heute noch in fast dem gleichen Zustand präsentiert. 

Dem kleinen Eiland drohte die Verlandung, weshalb man 2014 den ehemaligen Straßendamm durch eine teure (ca. 43 Mill. €) Stelzenbrücke ersetzte. Man kann diese zu Fuß oder mit einem Shuttle-Bus überqueren.

Der Weg zum und im Benediktinerkloster.

Jedes Foto, schon aus der Ferne zeigt wie beeindruckend dieses kleine Eiland ist. Oftmals empfindet man Ehrfurcht vor diesem einzigartigen Bauwerk, wenn man sich ihm nähert. Um das eigentliche Kloster zu erreichen, muß man nach dem Burgmauern den Weg hinauf durch die Grand Rue das Dorf durchqueren, wo sich Restaurant und Souvenirläden aneinander reihen. Deshalb auch der Hinweis, dass wie sich jeder denken, dieser Ort millionenfach von Touristen aus aller Welt besucht wird, besonders natürlich zur Hochsaison im Sommer. Es gibt noch die Möglichkeit entlang der Wehrmauern die Klosterpforte zu erreichen. Hierbei kann man natürlich oft den wunderschönen Blick auf die mittelalterlichen Fassaden und das Umfeld schweifen lassen.

Die Abtei.

Die Besichtigung der Abtei, ein Benediktinerkloster, beginnt an der Klosterpforte, dem ehemaligen Wachsaal. Bei Bau der Anlage mußte man sich der Geografie des Granitkegels anpassen, weshalb das Klostergebäude sich schneckenförmig um den Berg herum erstreckt. Man steigt eine Treppe hinauf und bei jeder Biegung entdeckt man eine neue Weite des Horizontes. Auf dem höchsten Punkt erhebt sich die Abteikirche mit der vergoldeten Statue des heiligen Michael auf der Kirchturmspitze. Man erreicht zuerst eine Terrasse vor dem Hauptportal der Kirche. Weit reicht von hier der Blick über die Bucht. 

Erbaut wurde die Kirche im romanischen Stil, aber der im Hundertjährigen Krieg eingestürzte Chor wurde wieder aufgebaut im Flamboyant-Stil. Außerdem wurde das Langhaus nach einem Brand 1780 um drei Joche gekürzt und mit einer klassizistischen Fassade ersetzt. Ein Höhepunkt der Anlage ist der anschließende Kreuzgang mit seinen Spitzbogen aus den Jahren um 1228. An den Kreuzgang schließen die dreigeschossigen Abteigebäude mit dem beeindruckenden tonnengewölbten Refektorium und dem Kapitelsaal an. In dem Reflektorium nahmen die Mönche einst ihre Mahlzeit ein. Von hier gelangt man in den Gästesaal und in eine Krypta die unterhalb des Chores der Kirche liegt. Hier schließt sich dann eine weitere Krypta, der Karner, und eine Kapelle an. Anschließend gelangt man dann in den Klostergarten, den man von der oben beschriebenen Terrasse schon sehen konnte.

Allgemeine Hinweise: 

Nehmt Euch Zeit und Muse für den Besuch des Benediktinerkloster. Vielleicht habt Ihr Glück und könnt dem Orgelspiel in der Kapelle lauschen. Versetzt Euch in vergangene Zeiten und erlebt wie man hier lebte. Genießt den Ausblick von den Burgmauern und der Terrasse und beobachtet das Meer. Vielleicht könnt Ihr sogar den Gezeiten zusehen, denn Ebbe und Flut sind hier besonders eindrucksvoll. Manche Reitergruppe und Wattwanderer könnt Ihr von hier oben bei Ebbe beobachten.Genießt den herrlichen Ausblick.

Am besten ist es, wenn Ihr morgens sehr früh hierher kommt, wenn die Bustouristen noch nicht da sind. Natürlich ist es am Abend ebenfalls sehr schön hier, auch da herrscht etwas mehr Ruhe im Dorf. Zu beachten sind die Einlasszeiten der Abtei, die im Normalfall von 9:30 bis 17:15 Uhr sind. Preise und weitere Infos entnehmt Ihr bitte dem obigen Link neben Google.

Plan der Abtei
Plan der Abtei

Die Renaturierungsarbeiten um die Insel:

Wegen der Versandung der Insel wurden Renaturierungsarbeiten durchgeführt, womit auch der alte Parkplatz der unten und oben im Bild zu sehen ist verschwand. Eine Stelzenbrücke führt jetzt zur Insel. Details zu den Arbeiten kann man hier Nachlesen: https://2wontour.com/2019/12/12/das-renaturierungsprojekt-am-mont-saint-michel/ 

Bild: Blick auf den Mont-Saint-Michel
Blick auf den Mont-Saint-Michel
Bild: Blick auf den ehemaligen Fahr-Damm
Blick auf den ehemaligen Fahr-Damm

Bildimpressionen Mont-Saint-Michel

Bild: Mont-Saint-Michel
Ausblicke
Bild: Blick auf die Abteikirche Mont-Saint-Michel
Blick auf die Abteikirche
Bild: Mont-Saint-Michel
Viele Treppen sind zu gehen
Bild: Mont-Saint-Michel
Aufgang zur Abtei

Bild: Mont-Saint-Michel
Uneinnehmbar waren diese Mauern

Nachfolgend Bilder der Abtei, "La Merveille" mit Kirche, Kreuzgang, Refektorium und Krypta

Bild: Kreuzgang mit Blick auf das Refektorium und die Schornsteine der Küche in Mont-Saint-Michel
Kreuzgang mit Blick auf das Refektorium und die Schornsteine der Küche
Bild: Kreuzgang Mont-Saint-Michel
Kreuzgang
Bild: Gästesaal in der Benediktiner-Abtei von Mont-Saint-Michel
Gästesaal
Bild: Säulen des Rittersaal in Mont-Saint-Michel
Säulen des Rittersaal

Weitere Impressionen Mont-Saint-Michel

Bild: Mont-Saint-Michel
Rad des Lastenaufzug
Bild: Mont-Saint-Michel
Holzrad des Lastenaufzug

Bild: Mont-Saint-Michel
Erzengel Michael
Bild: Mont-Saint-Michel
Dokumentation der Bauphasen

Bild: Mont-Saint-Michel
Blick auf den gotischen Bau der Benediktinerabtei - unten ist der Garten

Im Bild oben ist der dreistöckige Bau gut zu erkennen. Im oberen Bereich sind der Kreuzgang und das Refektorium, wo die Mönche einst ihre Mahlzeiten einnahmen. Darunter befindet sich der Gästesaal und eine Krypta mit wuchtigen Säulen. Eine weitere Krypta, der ehemalige Karner (Beinhaus) schließt sich dann an, bevor es hinaus in den Klostergarten geht.  

Bild: Mont-Saint-Michel
Bild: Mont-Saint-Michel
Bild: Mont-Saint-Michel, Blick in die Ferne bei Ebbe
Blick in die Ferne bei Ebbe

Bild: Blick auf den Mont-Saint-Michel
Bild: Blick auf den Mont-Saint-Michel

Abends am Mont St.Michel

Bild: Mont-Saint-Michel bei Nacht
ruhig ist es am Abend in den Straßen
Bild: Mont-Saint-Michel bei Nacht
Die Restaurants sind immer gut besucht

Bild: Mont-Saint-Michel bei Nacht
Bild: Mont-Saint-Michel bei Nacht
Abends ist der Mont St. Michel wunderbar beleuchtet.
Bild: Mont-Saint-Michel bei Nacht
Hier unten ist am Abend Ende mit dem Spaziergang.

Bild: Mont-Saint-Michel bei Nacht
Herrlich beleuchtet am Abend
Bild: Mont-Saint-Michel bei Nacht
Bild: Mont-Saint-Michel bei Nacht
Am Abend ein wunderbar beleuchteter Berg

Teil 2 mit den Bildern während der Renaturierung des Gastautor Ralf Hartmann

Bild: Blick auf den Mont-Saint-Michel
Blick auf den Mont-Saint-Michel nach der Renaturierung

Unterwegs zum Mont Saint Michel von Ralf Hartmann

Man hat sich informiert, kennt ihn, meint man. Es gab da die Reportage im Fernsehen, der Reiseführer wurde studiert. Nun fährt man auf ihn zu. Schon von weitem ist er sichtbar und wird immer präsenter. Die Ansicht wechselt ständig. Der Mont Saint Michel zwischen Bäumen, hinter einer Wiese, schaut zwischen Schafen hervor. Die Konturen werden schärfer, man erkennt inzwischen Details, fährt näher heran und irgendwann parkt man das Auto. Man kennt ihn, meint man. Doch je näher man kommt, erfasst einen dann doch die Ehrfurcht. Man hat sie vor sich, die Geschichte, die alten Gebäude, von festen Mauern umgeben. So direkt vor ihm bekommt man tatsächlich Gänsehaut.

Dann geht es durch das Tor. Es ist Juni, noch keine Saison. Die Straßen allerdings sind dicht gefüllt. Doch zunächst vorbei an den bunten Shops, zielstrebig bergan bis hoch auf den Platz vor der Kirche. Weit kann man hier schauen. Es ist Ebbe, der feine Sand scheint kein Ende zu nehmen.

Man reiht sich ein in die Warteschlange und dann beginnt eine Besichtigung, die man nicht mehr vergisst. Der Mont Saint Michel nimmt einen gefangen. Man ist beeindruckt und jetzt, rückblickend auf den Besuch, zieht es mich wieder sehr dorthin. Er ist etwas Besonderes.

Ralf Hartmann

Hinweis:

Die Bilder von Ralf Hartman wurden alle vor diesem Bericht gemacht. Hätte er gewusst, dass er diesen Bericht fertigt, hätte er natürlich mehr Details fotografiert. Ich glaube aber, dass alle Bilder einen guten Eindruck des Mont-Saint-Michel vermitteln. Da Ralf Hartmann erstmals als Gastautor hier erscheint, wer mehr wissen will schaut hier nach.

Meinen Dank hier noch an die beiden Gastautoren, die mit Ihren Fotos diese schöne Seite ermöglichten.

Karl-Heinz Stabel

Bild: Blick auf den Mont-Saint-Michel
Blick auf den Mont-Saint-Michel
Bild: Blick auf den Mont-Saint-Michel
Blick auf den Mont-Saint-Michel aus der Ferne
Bild: Blick auf den Mont-Saint-Michel
Bild: Blick auf den Mont-Saint-Michel

Bild: Blick auf den Mont-Saint-Michel
Blick auf den Mont-Saint-Michel
Bild: Blick auf den Mont-Saint-Michel
Ein imposanter Bau die Abteikirche
Bild: Blick auf den Mont-Saint-Michel
Türme der Befestigung
Bild: Blick auf den Mont-Saint-Michel
Auf dem Weg nach oben

Der Blick von den unterschiedlichen Standpunkten in die Ferne

Bild: Blick die Ferne vom den Mont-Saint-Michel
Blick in die Ferne bei Ebbe
Bild: Blick ind die Ferne vom Mont-Saint-Michel
Klarer Blick in die Ferne
Bild: Blick in die Ferne vom Mont-Saint-Michel
Ebbe
Bild: Blick bei Ebbe vom Mont-Saint-Michel
Blick auf feinen Sand und gleisendes Licht

Nachfolgend Bilder der Benediktiner-Abtei "La Merveille"

Bild: Blick Modell von Mont-Saint-Michel
Modell
Bild: Blick auf den Mont-Saint-Michel
Der Kirchturm
Bild: Blick auf den gotischen Bau der Benediktinerabtei von Mont-Saint-Michel
Blick auf den gotischen Bau der Benediktinerabtei - unten ist der Garten

Im Bild oben ist der dreistöckige Bau gut zu erkennen. Im oberen Bereich sind der Kreuzgang und das Refektorium, wo die Mönche einst ihre Mahlzeiten einnahmen. Darunter befindet sich der Gästesaal und eine Krypta mit wuchtigen Säulen. Eine weitere Krypta, der ehemalige Karner (Beinhaus) schließt sich dann an, bevor es hinaus in den Klostergarten geht.  

Bild: Blick auf den Mont-Saint-Michel
Blick auf die Abteikirche
Bild: Blick auf das Eingangsportal der Kirche von Mont-Saint-Michel
Das Eingangsportal
Bild: in der Kirche von Mont-Saint-Michel
In der Kirche
Bild: Kalksteinrelief der Vier Evangelisten in Mont-Saint-Michel
Kalksteinrelief der Vier Evangelisten
Bild: Orgel in der Kirche von Mont-Saint-Michel
Die Orgel in der Abteikirche
Bild: in der Kirche von Mont-Saint-Michel
Erzengel Michael

Bild: Gewölbe in Mont-Saint-Michel
Beeindruckendes Gewölbe

Nachfolgend Bilder des Kreuzgang

Bild: Kreuzgang mit Garten in der Abtei von Mont-Saint-Michel
Kreuzgang mit Garten
Bild: Kreuzgang mit Garten in der Abtei von Mont-Saint-Michel
Der Kreuzgang mit seinen Spitzbögen
Bild: Kreuzgang mit Garten in der Abtei von Mont-Saint-Michel
Wunderschöne Spitzbögen im Kreuzgang
Bild: Kreuzgang der Abtei von Mont-Saint-Michel
Das Gewölbe
Bild: Holzrad des Lastenaufzug in der Abtei von Mont-Saint-Michel
Holzrad des Lastenaufzug

Im Mittelalter war für den Bau der "Merveille ein Schrägaufzug notwendig, auf welchem mit Rollen ein hölzerner Schlitten für das Baumaterial gezogen wurde. Das heutige Tretrad stammt aus dem 19. Jahrhundert und wird über eine Seilwinde mit dem Schlitten verbunden. 

Nochmals Ausblicke auf Dorf, seine Dächer und Landschaft

Bild: Mont-Saint-Michel
weit reicht der Blick
Bild:  Blick auf Dächer und Landschaft von Mont-Saint-Michel
Blick auf Dächer und Landschaft
Bild:  Blick auf Dächer und Landschaft von Mont-Saint-Michel
Bild:  Blick auf Dächer von Mont-Saint-Michel
Blick auf Dächer von Mont-Saint-Michel
Bild:  Blick auf Dächer von Mont-Saint-Michel
Die Dächer von Mont-Saint-Michel
Bild: in den Straßen von Mont-Saint-Michel
in den Straßen von Mont-Saint-Michel
Bild:  Mont-Saint-Michel
Wehrturm
Bild:  Mont-Saint-Michel
Blick auf Außenmauern und Abtei

Ein beeindruckendes Monument

Bild: Abtei und Unterdorf von Mont-Saint-Michel
Abtei und Unterdorf von Mont-Saint-Michel
Bild: Blick auf den Mont-Saint-Michel
Rückblick auf den Mont-Saint-Michel

Ein sehr ausführlicher Dokumentarfilm - Dauer 1: 27

Dokumentarfilm Frankreich 2017 - Thementag: Archäologie | arte

 

Mont-Saint-Michel zieht als eines der berühmtesten Fotomotive weltweit jährlich mehrere Millionen Besucher an. Viele Rätsel ranken sich um dieses Labyrinth an verschachtelten Gängen, Treppen und Hallen, das im Laufe der Zeit heidnischer Tempel, Zufluchtsort für Eremiten, starke und gefürchtete romanische Abtei, gotisches Wunderwerk der Architektur, uneinnehmbare Festung und verfluchtes Gefängnis war. Im Rahmen umfassender Restaurierungsarbeiten untersuchen Historiker, Archäologen und Naturwissenschaftler das Bauwerk nun mit modernen Techniken, um die Wirren der Vergangenheit zu ordnen.