Bretagne 2014 WOMO-Tour von Peter Hasel - Seite 1


Hinweis: Dieser Bericht einer Wohnmobiltour wurde geschrieben und mit Bildern versehen von dem Gastschreiber Peter Hasel.


Karte der WOMO-Tour mit den angesteuerten Orten, beginnend und endend in Hagenau im Elsass. Wenn Ihr auf der Karte oben rechts in das Viereck klickt habt Ihr eine größere Karte.


11.09.2014

Oberotterbach ab ca. 10.15 h Km Stand 298 688

 

Mautfrei über Hagenau (1), Saverne, Phalsbourg, Sarrebourg, N4 -N 333 - A 33, Nancy, A 31 bis Toul, N 4 - D 604 - D 4 nach Paris (2), der ersten Zwischenstation.

Bild: Paris
In Paris

Einen schönen Stellplatz für die Nacht finden wir im Bois de Vincennes (3), einem Park südlich des Zoo´s am Südufer des Lac Domesnil. Es ist ein riesiges Erholungs- und Freizeitgelände, ein Park mit zahllosen Joggern, Grillern, Ballspielern, Musikern, Hunden, frei fliegenden Alexandersittichen, einem See mit Schwänen und Restaurant auf einer Insel und Bootsverleih. Im Hintergrund die riesigen künstlichen Berge (Matterhorn?) des Zoo´s und gleich daneben das Tropische Aquarium.

 

Eine Dauer-Wagenburg aus französischen Uralt-Womos deutet auf Toleranz gegenüber dem Thema „Womo-Stellplatz“ hin!

Wer in die Innenstadt möchte findet in der Nähe eine Metrostation (Chateau St. Vincenne).

N 48° 49.719´ / E 02° 24.739´

 

 

12.09.2014

 

 

Weiterfahrt immer noch mautfrei über die autobahngleich aus- gebaute N 12.

In St. Maurice les Charency rechts ab Richtung Normandel ist nach ca. 200 m ein schöner ruhiger Rastplatz an einem Fischweiher mit festem Grill, Bänken und Tischen.

 


Später am Nachmittag erreichen wir Fougeres (4), stellen das Auto auf dem nordöstlich der Burg gelegenen Park- und Stellplatz „Nancon“ ab.

N 48° 21.970´ / E 01° 12.129´

Bild: Fougeres
Fougeres

Zu Fuß ist man in ein paar Minuten in der Innenstadt oder auch direkt am Schloss. Wir gehen bergauf zuerst durch die sehr schöne Alt- stadt und von dort erst hinunter zum Schloss, das wir komplett umrund- en. Es ist schon etwas spät und der Eintritt für die Innenbesichtigung wäre doch sehr gehoben gewesen. Ein bombastisches und beeindruckendes Bauwerk! Es soll sich um die größte erhaltene mittelalterliche Burganlage Europas handeln. Ganz untypisch liegt die Burg im Tal, umflossen vom Fluss Nancon, z.T. auch durchflossen. Die dadurch angetriebene Reihe von Mühlrädern kann man auch von außen gut besichtigen. Beim Rundgang kommen wir auch am leeren zweiten Park- /Stellplatz nordwestlich und ganz nahe der Burg vorbei.

Jetzt wird es Zeit einen Übernachtungsplatz zu suchen. Laut Karte liegt nördlich der N12 bei Aubin ein Wald mit See, also rechts raus. Es ist der Etang d´Ouée, im Norden umgeben von ehemaligem Militärgelände im Wald, jetzt total verlassene Gebäude, offensichtlich aber erst kürzlich renoviert!

Dort stehen wir ruhig über Nacht.

Bei einer Erkundungstour um den See finden wir auch auf der Südseite und an der NW-Ecke über dem Damm mögliche Stellplätze.

In der Nähe unseres Stellplatzes
In der Nähe unseres Stellplatzes

 

 

 

 

13.09.2014

 

Ich spare bewusst Mont St. Michel sowie die Gegend um Fort la Latte und Cap Frehel aus, das kennen wir bereits, und ich möchte unbedingt diesmal mehr von der Bretagne kennen lernen.


Gegen 11 h kommen wir auf dem Parkplatz bei Teveneuc (5) an. Tolle Aussicht, leerer Platz und mit Blick auf den überfüllten Platz Palus Plage. Wir wandern auf dem Wanderpfad gen SO.

Lucia biegt neugierig durch´s Grünzeug rechts ins Landesinnere ab und kommt auf ein gepflegtes Wiesegelände mit Bäumen, offensichtlich einen leeren Campingplatz! Es handelt sich hier um eine Sozialeinrichtung der Polizei für deren Angehörige. Sie erfährt das, als sie sich bei einem freundlichen Aufseher erkundigt ob der Platz noch offen sei. Sie sagte ihm, dass es uns nicht stören würde, dass der Platz der Polizei gehöre. Darüber musste er lachen und erlaubte uns darauf zu stehen! Freie Platzwahl, schöne naturbelassene Umgebung mit Wasser, Strom, Toiletten, Duschen. Aber damit wollten wir die Gastfreundschaft nicht überstrapazieren!

Bild: Campingplatz
Unser Stellplatz über der Plage Palus auf einem Campingplatz der Polizei

 

 

 

 

Das Wetter ist etwas diesig aber warm, bis 28°.

 

 

Bei Palus Plage sieht man viele Leute im Meer schwimmen!

14.09.

 

An der Nordküste entlang weiter bis zur Pointe de l´Arcouest (6) in der Hoffnung auf einen schönen Ausblick. Den hatten wir auch, aber nur ganz kurz. Für länger hätte man sich gegen Gebühr auf einen der 600(!) großteils belegten Parkplätze stellen müssen!

Nix wie weg, rechts und links der Mündung des Jaudy entlang zum „Haus zwischen den Felsen“ bei Plougrescant (7).

Trotz Top-Attraktion war´s hier bedeutend ruhiger. Bei herrlichem Wetter sind wir links und rechts vom Parkplatz weit gewandert. Man könnte hier auch gut und ruhig übernachten, wir mögen aber natürliche Plätze lieber.

Auf der weiteren Route bis Port Blanc, z.T. auf Schotterpiste, waren zwar solche, aber überall wird signalisiert, dass Camping Cars „igittigitt“ seien. So nahmen wir den Platz im Port Goff als Notbehelf an. Dort ist es zwar bei Ebbe nicht besonders schön, aber legal und leer.

Bild: Le Gouffre de Plougrescant - Haus zwischen den Felsen
Le Gouffre de Plougrescant - Haus zwischen den Felsen
Bild: Le Gouffre de Plougrescant, Haus zwischen den Felsen
Le Gouffre de Plougrescant - Haus zwischen den Felsen

15.09.

 

Generell ist diese Gegend so voll mit Wohnmobilen wie ich es noch nie und nirgends erlebt habe, und das in der Nachsaison! Es gibt aber fast keine freien Stellplätze, d. h., da wären die schon, aber außerhalb der vorgeschriebenen Stellplätze ist es meist verboten oder durch Höhenschranken unmöglich gemacht zu stehen. Die allermeisten CP sind bereits geschlossen, ebenso viel Lokale. Was muss hier erst in der Hochsaison los sein! Es graust mir ohne es erlebt zu haben.

 

Nächster Halt in Ploumanac´h.(9)

Bevor wir allerding in Ploumanac´h angekommen sind, haben wir noch die Chapelle Notre-Dame de la Clarté in Perros-Guirec (8) besucht. 

Bild: Chapelle Notre-Dame de la Clarté in der Gemeinde Perros-Guirec
Chapelle Notre-Dame de la Clarté in der Gemeinde Perros-Guirec
Bild: Chapelle Notre-Dame de la Clarté in der Gemeinde Perros-Guirec
Portal der Chapelle
Bild: Chapelle Notre-Dame de la Clarté in der Gemeinde Perros-Guirec
Im Innern

Die Kapelle stammt aus dem 15. Jh. und ist eingestuft als monument historique. Der Legende nach baute sie der Marquis de Barac’h, der zuvor mit einer Barke in Nebel geriet. Wind und Strömung drohten, das Boot an die Küste zu schmettern. Er schwor zur hl. Maria, ihr, so er heimkäme, eine Kapelle zu stiften. Schon öffnete sich der Himmel, und ein Lichtstrahl wies den Weg.

Bild: Chapelle Notre-Dame de la Clarté in der Gemeinde Perros-Guirec
Im Innern

Bild: Granitoratorium 11 Jh. in Ploumanach
Granitoratorium, 11. und 12. Jahrhundert aus einer alten gallischen Stele
Bild: Schlosses von Costaérès, Ploumanach
Château de Costaérès, Plage Saint Guirec, im Besitz von Didi Hallervorden

Bild: Felsen bei Ploumanach
Felsen bei Ploumanach
Bild: Granitoratorium Ploumanach
Oratoire de Saint-Guirec

Bild: Granitfelsen auf dem Weg zur Chapelle Saint-Guirec
Granitfelsen auf dem Weg zur Chapelle Saint-Guirec
Bild: Chapelle St-Guirec
Rechts Chapelle St-Guirec
Bild: Phare de Ploumanac´h
Phare de Ploumanac´h (10)

Der schöne Parkplatz bei der Seenotrettungsstation ist leider auch nur noch für Pkw zugänglich. Als Ersatz erhaschen wir einen Parkplatz mitten im Ort, nur wenige Minuten zu Fuß vom Plage de St. Guirec. Sein Oratorium steht bei Flut im Wasser. Linkerhand geht ein Fußweg durch eine wilde und pittoreske Felslandschaft bis rüber zum Hafen. Dieser ist aber auch über Ortsstraßen schnell erreichbar und bietet auch Park- und Stellplätze. In einem Lokal an der Mole essen wir die ersten Mules frites und gehen dann durch den Ort zurück. Dann erkunde ich den Sentier Douannier auch nach rechts von St. Guirec aus, hinter dem Schloss Costaraes vorbei (das, nebenbei bemerkt, einem gewissen Herrn Didi Hallervorden gehört!) durch noch wildere Felsformationen, am Leuchtturm vorbei bis zur Seenotrettungsstation und zum Maison de littoral, und mit herrlichen Bildern im Kopf und in der Kamera wieder zurück.

Bild: Côte de Granit Rose
Granit-Felsformation
Bild: Côte de Granit Rose
Côte de Granit Rose

Im nächsten Ort Tregastel (11) wären Stellplätze auf dem Parkplatz beim Aquarium.

Die Zufahrt auf die Halbinsel Renote gegenüber mit schönen Stränden ist für Womos von vorn herein gesperrt, aber in ein paar Minuten von hier aus zu Fuß erreichbar. Ein sehr schöner und lohnender Spaziergang! Man kann schöne Häuser und wieder phantastische Felsformationen bewundern. Bei herrlichem Wetter sind viel Leute zum Sonnenbaden und schwimmen hier.

Wir möchten einen Ü-Platz in freier Natur und zockeln die Küste entlang Richtung Trebeurden. Rechts kommt die Île Grande (12). Eine halbe Runde darauf gegen den Uhrzeigersinn und schon sind wir fündig geworden: Im Norden am Ende des Chemin de Pors geht ein Schotterweg weiter vor Richtung Meer und endet in einer Wendeplatte im Farnwald, kurz vor dem Küstenwanderweg. Es ist aber kein Badeplatz, das verhindern riesige weiße Granitkiesel. Es ist aber ruhig und einsam.

 

 

N 48° 48.379´ / E 03° 34.217´

 

Bild: Aussicht von Trebeurden auf die Küste
Aussicht von Trebeurden auf die Küste

16.09.2014

 

Wieder runter von der Insel und vorbei an Trebeurden, dort nur die grandiosen Aussichtspunkte genutzt, dann über Lannion nach St. Michel en Greve. Dort hat´s direkt neben der Straße einen riesigen Sandstrand. Bei Ebbe, wie jetzt gerade, mindestens einen Kilometer breit! Das Wasser ist hier auffallend warm.

Am ersten der Parkplätze machen wir eine sehr lange Rast mit Wattwanderung, fahren dann bis an´s Ende der Bucht und wollen den Terrassen-Stellplatz dort anschauen oberhalb Plage de Curés. Dort auch wieder lange Pause mit Gassi oberhalb der Uferkante im Kiefernwald, bis vor zur Ruine des gallo-römischen Bades, dann unten auf dem Strand voller Miesmuschelbänke wieder zurück.


Bild: St. Michel en Greve
Plage de Curés bei St. Michel en Greve
Bild: Thermes du Hololo an der Plage de Curés
Gallo-römische Thermes du Hololo an der Plage de Curés

Gegen Spätnachmittag „fliegt“ dann plötzlich so viel „Weißware“ ein, dass meine Schmerzgrenze wieder deutlich überschritten wird!

Unser Plan war, als nächstes eh in´s Landesinnere zu fahren, also dann besser jetzt gleich!

Über Morlaix nach Saint-Thégonnec………...und die Entscheidung war goldrichtig!

Dort ist ein riesiger Lkw-Parkplatz (leer) und gegenüber ein Womo-Platz angelegt, mitten im Ort, trotzdem sehr angenehm. Die einzelnen Stellplätze sind durch Hecken voneinander getrennt und haben alle eine Bänke-/Tischkombination in der „Box“ Daneben ist eine Ver- und Entsorgungsstation, alles kostenlos. Man muss allerdings zum Versorgen Jetons in bezeichneten Läden (wenige Minuten zu Fuß) holen, sogar ohne Kaufzwang! (1 Jeton = 10 min Wasser oder 1 h Strom).

Auf dem riesigen Lkw-Platz steht ein einzelnes Wohnmobil. Später abends will der Besitzer doch noch zu uns auf den Womo-Platz, schafft es aber trotz gestenreicher Unterstützung der Gattin nicht rückwärts in die mindestens 6 m breite und von Hecken eingefasste Bucht einzuparken! Er fährt immer hin und her ohne sich am Lenkrad drehen zu trauen! Ein fast trauriges Schauspiel.

Bild: umfriedete Pfarrbezirk Saint-Thégonnec
Triumphbogen im umfriedete Pfarrbezirk Saint-Thégonnec

 

 

Die Kirche im umschlossenen Pfarrbezirk Saint-Thégonnec (13) liegt gerade mal zwei Minuten vom Platz. Wir sind zu dieser Zeit allein und können in aller Ruhe Kirche, ehem. Beinhaus und die Kalvarie besichtigen.

Ich kann ja mit so religiösen Objekten wenig anfangen, aber die künstlerische Handwerks- kunst beeindruckt doch auch mich sehr!

 

Mehr Details und Bilder zum umschlossenen Pfarrbezirk hier.

 


Bild: Kirche Notre-Dame de Saint-Thégonnec in
Kirche Notre-Dame-Saint-Thégonnec
Bild: Im Beinhaus Grablegung um 1699 bis 1701 in Saint-Thégonnec
Grablegung um 1699 bis 1701 im Beinhaus
Bild: Der Altar "Rosenkranz". Notre-Dame-Kirche in Saint-Thégonnec
Der Altar "Rosenkranz". Notre-Dame-Kirche in Saint-Thégonnec

Bild: Arbre de Jessé, Jessebaum von 1610, Saint-Thégonnec
Arbre de Jessé, Jessebaum von 1610
Bild: Taubecken Saint-Thégonnec
Taufbecken

Bild: Kirche von Saint-Thégonnec  im Vordergrund Kalvaire von Saint-Thégonnec
Kirche von Saint-Thégonnec im Vordergrund Kalvaire von Saint-Thégonnec
Bild: Figuren im Sockel des Kalvarienberg, Saint-Thégonnec
Figuren im Sockel des Kalvarienberg
 Bild: Figuren im Sockel des Kalvarienberg, Saint-Thégonnec
Figuren im Sockel des Kalvarienberg, Saint-Thégonnec

Bild: Saint-Thégonnec, Bretagne
Haus gegenüber dem umfriedeten Pfarrbezirk

 

 

 

17.09.2014

Morgens noch schnell ein Baguette beim Bäcker geholt und weiter nach Guimilliau mit einem noch aufwändigeren Enclos parossial. Das reicht mir dann aber auch von diesem Genre!

Wir fahren weiter in´s Land und in´s Grüne. In Mougau-Bihan (14) am Rande eines winzigen Ortes liegt ein ca. 5000 Jahre altes Grab eines Keltenfürsten. Auch hier sind wir ganz allein bei der Besichtigung. Daneben auch ein angelegter Park- oder Stellplatz.

Bild: Galeriegrab Mougau-Bihan
Galeriegrab Mougau-Bihan
Bild: Galeriegrab Mougau-Bihan
Galeriegrab Mougau-Bihan
Bild: Galeriegrab Mougau-Bihan
Galeriegrab Mougau-Bihan

Weiter nach Süden wird die Landschaft vollkommen kahl. Rot blüht die Heide! Es geht bergauf bis auf 380 stolze Höhenmeter auf den St. Michel (15). Unterhalb der Gipfelkapelle (86 Stufen) ein Parkplatz. Von dort, aber besonders vom Gipfel, eine tolle Fernsicht in alle Richtungen. Die Kapelle ist vollkommen leer, wirkt eher wie eine Schutzhütte. Im Osten ein großer Stausee für ein inzwischen stillgelegtes AKW für das der See mal angelegt wurde!

Bild: blühende Heide
blühende Heide
Bild: Montagne St. Michel, Gipfelkapelle
Gipfelkapelle am Montagne St. Michel

Seen ziehen mich zwar immer an, ich kann hier aber leider nirgends eine Zufahrtsmöglichkeit erkennen.

 

Unsere eigentliche Tour sollte hauptsächlich der Küste folgen. Also das Ganze kehrt, grobe Richtung zuerst nach Sizun (16). Nach ein paar Kilometern kommt ein Stausee, Barrage de Drennec. Es gibt dort einige schöne Stellplätze ringsum. Wir bleiben am Nordufer über Nacht auf einem neu angelegten P unter Bäumen nahe am See.

Rings um den See führt ein Wanderweg (7,5 Km) mit Tischen/Bänken. Es gibt eine kleine Marina und „Au lac“, eine gemütliche Gartenwirtschaft mit großem Sandstrand am Ostufer.

Ein paar Jogger, einige Angler, viele Möwen, Enten, Blässhühner und Haubentaucher, sonst nur viel Ruhe.

Wir haben den See jetzt komplett umrundet. Es gibt leider keinen Stellplatz in der Sonne.

Wir wären hier gerne etwas länger geblieben, aber dafür sollte die Solaranlage bedient werden können! Über Sizun, Landisvisiau, St.-Pol-de- Leon hoch nach Roscoff (17). Dort an der Hafenmole geparkt und einen langen Spaziergang durch die Altstadt gemacht, auch die Kirche besichtigt.

Ein schöner Ort!

Bild: Straße in Roscoff, Bretagne
Straße in Roscoff
Bild: Straße in Roscoff
Straße in Roscoff
Bild: Boulangerie in Rosscoff
Boulangerie in Rosscoff
Bild: Renaissance-Turm der Kirche "Notre-Dame-de-Kroaz-Baz" in Roscoff
Renaissance-Turm der Kirche "Notre-Dame-de-Kroaz-Baz"

Bild: An der Kirche "Notre-Dame-de-Kroaz-Baz" in Roscoff
An der Kirche "Notre-Dame-de-Kroaz-Baz" in Roscoff, links im Bild das Beinhaus
Bild: Stadthäuser in Roscoff
Stadthäuser

Auf schmalen Sträßchen ging´s weiter der Cote de Leon entlang nach Westen. Es gäbe etliche Stellplätze, aber ich lasse mich doch noch ein bisschen von Verbotsschildern beeindrucken. Wenn ich nicht willkommen bin dränge ich mich auch nicht auf.

Viele Plätze haben auch einfach die üblichen Höhenschranken.

Erst bei Poullenou (18) ergibt sich eine gute Möglichkeit beim kleinen Hafen direkt am Meer. Es stehen zwar hier auch Parkverbots-schilder, der CP hat aber geschlossen und die drei bis sechs Womos werde stillschweigend toleriert. Das wurde auch von Einheimischen bestätigt.

19.09.2014

 

Auf Empfehlung einer Einheimischen sind wir heute Mittag ca. 1,5 Km nach Westen gegangen. Dort ist noch ein CP, der ist noch offen aber praktisch leer. Er hat ein Restaurant in dem wir wieder Muscheln essen. Beim Rückweg am Strand entlang entdecken wir, dass hier ein riesiger traumhafter Sandstrand ist, der aber in weiten Teilen direkt den CP tangiert. Wenn man hier dran stehen will muss man auf den CP! Da der leer ist wäre es schon eine denkbare Option!

Bilder nachfolgend an den Stränden bei Poullenou (18)

20.09.

Über Nacht ist leider starker Nebel aufgezogen und hält sich hartnäckig! Wir beschließen das Wetter zur Weiterfahrt zu nutzen.

Bild: Nebel verhindert die Aussicht
Nebel verhindert die Aussicht
Bild: Nebel bei Poullenou
Nebel bei Poullenou

Bei Plougouerneau (19) wird´s Zeit einen Ü-Platz zu suchen.

Rechts raus nach St. Michel. Der riesige Camping Municipal ist seit 30.08. zwar geschlossen aber doch offen. Entsorgung und Wasser tanken sind weiterhin möglich. Es ist ein unüberschaubar riesiges hügeliges Dünengelände voller Kaninchen.

Es war heute wegen Nebel fast sinnlos bzw. unmöglich unterwegs Fotos zu machen.


 

Leider muss man vor zum Meer je nach Standort ca. 100 bis 500 m weit gehen. Bei dem Nebel ist es aber relativ egal wo man steht, hauptsächlich angenehmes Umfeld und ruhig.

 

Ich gehe mit dem Hund eine sehr ausgedehnte Erkundungsrunde. Außerhalb des Platzes ca. 200 m westlich könnte man direkt auf der Kante der Steilküste stehen. Dort steht aber schon ein Womo.

 

Laut Übersichtsplan gibt´s hier an dieser Bucht ca. 10 öffentliche Parkplätze. Weiter westlich müssen aber noch etliche mehr sein.

21.09.2014

Nach dem Wetterbericht soll es heute besser werden mit nur 6% Regen- wahrscheinlichkeit. Gegen 9 Uhr prasseln die 6% herab! Außerdem beginnt rings umher Hundegekläff und Knallerei von Gewehren. Viele Bretonen gehen offensichtlich Ihrem sonntäglichen Hobby der Treibjagd nach, auch mitten auf dem CP und der anschließenden Düne zum Strand, die aber auch von Joggern, Hunde-Gassi- Gehern sowie Wanderern und Badegästen begangen wird! Vorschriftsmäßig tragen die Jäger aber Warnwesten.

Ab 10.30 h kommt endlich wieder die Sonne raus.

 

Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame „wollen wir“ endlich nach Süden! Entlang der restlichen Nordküste geht es über Treompan, Portsall, Argenton, Porspoder, entlang der Nordseite des Aber Ildut. In Lampaul-Plouazel (20) mit seiner urigen Markthalle wird bei einem Supermarkt (der auch für 2 € V + E bietet) der Kühlschrank wieder gefüllt. An der Pointe de Corsen, der angeblich westlichsten Stelle Frankreichs lange Pause mit weiten Spaziergängen und grandioser Aussicht.

Bild: Seevögel
Seevögel
Bild: Seevögel
Plätze für Seevögel

Bild: Point de St. Mathieu
Point de St. Mathieu

Dann über Le Conquet zur Pointe de St. Mathieu.(21) Das Ensemble von altem und neuem Leuchtturm und der Ruine der alten Abtei ist schon eine interessante und eigenartige Mischung, an der Steilkante hoch über dem Meer gelegen.

Etwas weiter Richtung Brest liegt links ein riesiger alter deutscher Bunker. (Ehem. Feuerleitstand der Batterie „Graf Spee“). Heute ist Jahrestag der Befreiung der Bretagne und der Verein Brest44 hält hier ein großes Festival mit Bunkerbesichtigung ab.

Die Vereinsmitglieder tragen amerikanische Uniformen und haben viel Gerät, Waffen und Fahrzeuge aus der Kriegszeit, spielen damit Lagerleben. Wir reihen uns in die lange Warteschlange ein als einzige „Feinddarsteller“.

Aus Gesprächsfetzen entnehme ich, dass manche der jüngeren Besucher gar nicht wissen um was es hier geht, sie halten das Bauwerk für eine amerikanische Festung.

Innen ist nichts mehr original erhalten, alle Ausstellungsstücke sind amerikanischen Ursprungs. Lediglich ein paar Feldtelefone sind aus deutscher Zeit.

Ein Mitglied des Vereins hat aber einen dicken Ordner. Darin sind jede Menge alter Bilder und vor allem die kompletten Baupläne, Materiallisten und Listen zum Personaleinsatz. Das ist wiederum sehr interessant!

Für jemand der wie ich pazifistisch gepolt ist und selber (ungern) Soldat war sind solche „Kriegsspielchen“ nur schwer verständlich.


Bild: Point de St. Mathieu  mit seinen Leuttürmen und den Ruinen der Abtei
Point de St. Mathieu mit seinen Leuttürmen und den Ruinen der Abtei

Einen detailierten Bericht zum Point de St. Mathieu und der Abtei findet Ihr hier auf dieser Seite.

 

 

Es wird dann Zeit einen Ü-Platz zu suchen und ich fahre wieder vor an die Küste über Trégana.. Dort hat es offizielle Stellplätze, alle aber nicht mein Fall. Erst wieder etwas küstenfern, mitten in Locmaria-Plòuzane, ist ein wirklich schöner Platz, ruhig gelegen in einem Park mit See, V + E kostenlos: Perfekt!.

Es kommen zwar später noch zwei Womos dazu, das stört aber nicht

Fortsetzung der Tour auf der zweiten Seite: Bretagne 2014 WOMO-Tour von Berter Hasel - Seite 2