Chapelle de Languidou - Plovan


Bild: Die Kapelle Chapelle de Languidou in Plovan in der Bretagne
Chapelle de Languidou - Plovan
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Bild: Monument Historique

Beschreibung der Sehenswürdigkeit der Chapelle de Languidou in Plovan

Das Dorf Plovan, in welchem die Ruinen der Chapelle de Languidou stehen, liegt im Finnistère unweit von Pont-l´Abbe. Die sehr malerische Ruine des Gebäudes liegt am Boden eines Tals, das sich allmählich zum Meer hin erweitert Es handelt sich um eine alte Flussmündung, die von Seefahrern gemeinhin Pors-Quidau genannt wird. 

Zwischen 1160 und 1260 wurde sie von Handwerker aus Pont-Croix, die bekannt für ihre Kirchenbauten in der Region waren erbaut. Deshalb rechnet man sie auch der Bauschule von Pont-Croix zu.

 

Bild:  Chapelle de Languidou in Plovan, Bretagne
Kalvarienberg in der Spitze das Kreuz

Da die Kapelle Languidou auf einem steilen Hang gebaut wurde, befindet sich ihre westliche Fassade auf Höhe der Erde. Die östliche Fassade ist bis zu zu den Fenstern in den Boden verbaut, wobei man hier allerdings den Boden entsprechend ausgegraben hat.

 

Bild: Blick auf die Chapelle de Languidou in Plovan
Blick auf die Chapelle de Languidou in Plovan im Vordergrund der Calvaire

Die Chapelle de Languidou stellt einen umfriedeten Pfarrbezirk dar und wurde bis 1793 als Friedhof genutzt. Der ebenfalls noch vorhandene Kalvarienberg stammt aus dem 15. bis 16. Jahrhundert und wird von einem 2 Meter langen Schaft und einem Kreuz überragt.

Auf der einen Seite ist Christus zu sehen, auf der anderen Seite eine Pieta. Hierbei ist allerdings zu bemerken, dass beide Figuren durch die Witterung sehr beschädigt sind.


Bild: Eingang zu den Ruinen des umfriedeten Pfarrbezirkes der Chapelle de Languidou in Plovan, Bretagne
Eingang zu den Ruinen des umfriedeten Pfarrbezirkes der Chapelle de Languidou

 

Etwas 22 mal 13 war die dreischiffige Kapelle. Das Langhaus umfasste vier und der Chor zwei Joche. Sehr beeindrucken ist der Chorschluss mit einer Fensterrose im Stil der Flamboyantgotik aus dem 16. Jahrhundert. Es wird angenommen, dass die Rose von dem gleichen Meister gefertigt wurde, wie dem der das Südportal der Stiftskirche in Pont-Croix fertigte.

 

Bild: Blick auf die Fensterrose der  Chapelle de Languidou in Plovan
Das Mittelschiff mit Blick auf den Chor mit Fensterrose

Der Chor war vom Kirchenschiff durch einen Bogen getrennt. Heute kann man davon nur noch zwei Pfeiler sehen, wobei vermutet wird, dass sie den Glockenturm mit getragen haben. 

Bild: Blick auf den Chor der  Chapelle de Languidou in Plovan
Fensterrose aus dem 16. Jahrhundert

Bild: Blick auf den Chor der  Chapelle de Languidou in Plovan
Auf der Rückseite sind die ehemaligen drei Schiffe mit Chor und den Seitenschiffen gut zu erkennen.
Bild: Blick auf den Chor der  Chapelle de Languidou in Plovan
Der Chor mit Altar und rechts den drei Arkaden

Auf dem Bild oben ist die Abtrennung des Chor gut zu erkennen. Noch vorhanden sind die drei Arkaden, wobei die Pfeiler der Kapitelle mit einfachen Mustern gestaltet waren. 

Nach der Französischen Revolution wurde die Kapelle im Jahr 1795 verkauft und leider teilweise abgerissen. Die Steine wurden verwendet für den Bau einer Wachstube in Plovan. Leider wurde der bauliche Wert der Kapelle zu spät erkannt, dann aber unter Denkmalschutz gestellt.

Einige Teile der Ausstattung der Kapelle befinden sich heute in der Kirche Saint-Gorgon in Plovan.

Zur Zeit bemüht sich der "Verein der Freunde von Languidou" um die Erhaltung und Pflege dieser Ruine. 

Bild: Die Kirche Saint-Gorgon in Plovan
Die Kirche Saint-Gorgon (13. Jh.) mit Glockenturm von 1520 in Plovan, die bei unserem Besuch leider geschlossen war.