Abbaye Saint-Marie de Fontfroide

– ein Bollwerk gegen die Ketzerei


Bild: Abbaye Saint-Marie de Fontfroide
Abbaye Saint-Marie de Fontfroide
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Webseite des Klosters mit vielen Infos:

https://www.fontfroide.com/



Ein Bericht mit Bildern der Gastautorin Helene Köppel.



Beschreibung der Sehenswürdigkeiten der Abbaye Saint-Marie de Fontfroide

Das Kloster Fontfroide – Schauplatz meines Historischen Romans „Rixende“ – liegt 14 km südwestlich von Narbonne – in einer absolut einsamen, idyllischen Landschaft.

 

 

 

 

“ … Schon immer hat man diesen Ort Fons frigidus – kalte Quelle – genannt, und das Vorhandensein des Wassers hat auch die Lage der Gebäude bestimmt. Seht her, Bruder Fulco, diese Quelle fließt sowohl hier im Kreuzgang als auch im Brunnenhaus, sie treibt die Mühle an und speist die Fischteiche. Das Kloster ist nach dem strengen Ordensgesetz der Zisterzienser angelegt und weist jedem Angehörigen unserer Gemeinschaft seinen Platz zu. Die domus conversi bewegen sich ausschließlich in dem Teil der Klosteranlage, der auch der Welt geöffnet ist. Damit ist gewährleistet, dass die Mönche in ihrer Kontemplation nicht gestört werden. Schweigen, Beten, Handarbeit und Buße – doch nicht allein das: Ihr befindet Euch – und das wird Euch als Inquisitor besonders interessieren – im Zentrum der Orthodoxie. Fontfroide ist seit der Ermordung Castelnaus gewissermaßen ein geistliches Bollwerk gegen die Ketzer! …“

 

(Auszug aus dem Historischen Roman „Rixende – Die Geheimen Worte“ von Helene L. Köppel)

Bild: Abbaye Saint-Marie de Fontfroide
Alte Tür mit Beschlag

Bild: Abbaye Saint-Marie de Fontfroide

 

Im Jahr 1093 als Benediktinerabtei gegründet, übernahm man, nach einer Visite des Heiligen Bernhard, die Ordensregeln der Zisterzienser. Von Anfang an war Fontfroide ein Bollwerk gegen die katharische Häresie.

 

Bild: Abbaye Saint-Marie de Fontfroide

 

Wen wundert es, dass Papst Innozenz III. ausgerechnet einen Abt von Fontfroide zum päpstlichen Legaten machte: Pierre de Castelnau. Dessen Ermordung im Jahr 1208 führte zum Kreuzzug gegen den Süden.


Bild: Abbaye Saint-Marie de Fontfroide

 

Die Feindschaft gegen die Katharer setzte sich hier auch noch im 14. Jh. fort: Ein weiterer Abt des Klosters Fontfroide machte von sich reden: Jacques Fournier. Als Bischof von Pamiers verhörte er die Katharer des Bergdorfes Montaillou, und brachte es später bis zur Papstwürde in Avignon.

 

Bild: Jacques Fournier als Papst Benedikt XII. in Avignon
Jacques Fournier als Papst Benedikt XII. in Avignon
Bild: Abbaye Saint-Marie de Fontfroide

Bild: Abbaye Saint-Marie de Fontfroide

 

 

Fontfroides Bedeutung erstreckte sich bald über die ganze Region und bis nach Katalonien. Unter der Protektion der Herzöge von Barcelona wurde im Jahr 1150 in Poblet ein Tochterkloster gegründet.

 

 

Ab dem 15. Jh. – nach der Bekämpfung der Katharer – verlor Fontfroide an Bedeutung.

Um 1791 – während der Säkularisation – wurden die Kunstschätze in alle Welt zerstreut.

 

 

 

Im Jahr 1901 verließen die letzten Mönche das Kloster. Sieben Jahr später kaufte ein Privatmann (Gustave Fayet) das Kloster und restaurierte es. Noch heute befindet sich die Abtei in Privatbesitz. 


Bild: Abbaye Saint-Marie de Fontfroide
Der älteste Teil des Klosters – hier hielt der Abt Hof!
Bild: Abbaye Saint-Marie de Fontfroide
Der Cour d’Honneur – der Ehrenhof des Klosters
Bild: Abbaye Saint-Marie de Fontfroide
Fons froide – die kalte Quelle
Bild: Abbaye Saint-Marie de Fontfroide
Das Dormitorium (Schlafsaal) der Novizen – hier wurde in einem Zwischenboden auch das Korn gelagert.

Der stimmungsvolle Kreuzgang des Klosters …

Bild: Kreuzgang in der Abbaye Saint-Marie de Fontfroide
Bild: Kreuzgang in der Abbaye Saint-Marie de Fontfroide
Bild: Kreuzgang in der Abbaye Saint-Marie de Fontfroide

Bild: Kreuzgang in der Abbaye Saint-Marie de Fontfroide
Bild: Kreuzgang in der Abbaye Saint-Marie de Fontfroide

 

Ein kleiner Hinweis zum Schluss: Das Kloster Fontfroide ist nur mit einer Führung zu besichtigen.

Bild: Kreuzgang in der Abbaye Saint-Marie de Fontfroide

 Bild: Kreuzgang in der Abbaye Saint-Marie de Fontfroide

Ich bedanke mich für Ihr Interesse!

 

 

Helene Köppel

Hier noch ein Video zur Abtei