Paimpol - Abbaye de Beauport

Website des Touristenbüro Guingamp-Paimpol:

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Die Abtei Beauport liegt an der D786, ca.4km südöstlich von Paimpol. Das Anwesen erstreckt sich über 110ha. Es besteht aus Wald, Heidelandschaft, Weiden, Sumpfgebiet, Gärten sowie einem Küstenstrich. Jährlich besuchen über 50.000 Menschen die Abtei, von der Anhöhe gibt es einen großen Blick auf die Bucht von Paimpol, sowie den Archipel von Brehat. Die Mauern von Beauport mit der Umgebung sind ein wertvoller Rückzugsort für Fauna und Flora, alle Romantiker, Kultur-, und Naturliebhaber schätzen diesen Ort. 1202 schenkte Alain de Goelo, Graf von Pentrievre, den Mönchen eines Prämonstranten-Ordens in einer geschützten Bucht vor Paimpol. Die Mönche hatten enormen Grundbesitz, mit vielen Pacht-und Steuereinnahmen, sie hatten umfangreiche Jagd/Fischerei Rechte, dazu den Holz-Einschlag der Wälder: Sie hatten das Recht zum Korn-Mahlen, waren von Hafengebühren befreit ihnen oblag die Rechtsprechung der umliegenden Gemeinden. Zu diesem Reichtum gehörten außerdem 9 Pfarreien im englischen Lincolnshire, ein Geschenk Wilhelm des Eroberers an Graf Goelo für dessen Unterstützung in 1066. Beauport war ein Wirtschaftsunternehmen, die Mönche hatten ihr Augenmerk aufs Geldverdienen, ihre eigentliche Aufgabe des Ordens geriet in den Hintergrund, Seelsorge, Pflege der Menschen wurde stark vernachlässigt. Der Stellenwert eines klösterlichen, frömmigen Lebens sank, spätestens 1532, als der franz. König einen weltlichen Leiter der Abtei beauftragte, der sich nur noch um den Profit kümmerte, einhergehend mit einem baulichen Verfall. Im 17.Jhd. riss der damalige Abt des Prämonstranten-Ordens nochmals durch umfangreiche Umbauten und Renovierungen das Ruder rum, die Ausrichtung auf kirchliche, philosophische, theologische Gedanken wurde verstärkt, Beauport erlebte weitere 100 Jahre Aufschwung. Mit der französischen Revolution wurde Beauport als religiöse Einrichtung endgültig geschlossen, der bauliche Verfall gab der Abtei den Rest. 1862 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gesetzt, der polnische Graf Poninski und seine Frau unterstützten finanziell stark die Konservierung, die Grabsteine der Beiden liegen im Nordflügel der Kirche. 1992 geschah die endgültige Rettung dieser wunderbaren Anlage, die franz. Küstenschutzbehörde kaufte die Klosteranlagen sowie die angrenzenden Ländereien. Gehandelt wurde nach dem Grundsatz : das Bestehende bewahren, die Ruinen aber nicht mehr aufbauen, die Glaubwürdigkeit diese religiösen Kulturschatzes sollte erhalten bleiben.

Hinweis: Der Bericht dieser Seite incl. der Bilder wurde von Jürgen Friedrich erstellt.